Archive in Dresden – ein Blick zurück!

Archive

Heute schauen wir noch einmal auf letzten Mittwoch zurück -auf einen bezaubernden Abend mit Archive im Schlachthof Dresden.
Ein paar Jahre war es schon her, dass Archive das letzte Mal in der Stadt waren, umso größer war meine Vorfreude sie endlich wieder zu erleben und ich wurde nicht enttäuscht! Im Schlachthof angekommen, stellte sich heraus, dass es im kleinen Raum des Schlachthofes stattfinden sollte – zum Glück. Der kleine Saal ist mir irgendwie sympatischer als der Große und der Sound ist meist auch besser. Vorerst wirkte der Saal zwar noch sehr luftig gefüllt, aber kein Grund zur Sorge, zu Beginn der Hauptacts war es gut gefüllt.

Bei Ihrem letzten Auftritt im damaligen StarClub, unterdessen Beatpool, traten sie noch in kleinerem Rahmen mit zwei anderen Bands auf, es war alles etwas kleiner. Diesmal kamen die Zuschauer nun allein wegen Archive oder ihrer Vorband BirdPen, an deren Micro ebenfalls Dave Pen steht.

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Auch das Publikum unterschied sich zum Auftritt im Jahre 2006: Die Gäste und vorallem ihr Alter waren sehr gemischt, von 20-50 Jährigen war alles dabei. Ich habe mich wirklich als junger Spund gefühlt, aber wie meine Begleitung so schön meinte: „Es lässt uns hoffen für später!“
Als wir uns dann, mit einem Drink in der Hand einen guten Platz geangelt hatten, ging es auch schon los, die ersten Klänge von Controlling Crowds ertönten und eröffneten den Archive Auftritt. 

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Die meisten der weiterhin gespielten Songs kamen vom neuen Albums Controlling Crowds. In diesem Album experimentiert die Band in einigen Stücken auch mit HipHop Elementen. Rosko John ein MC lässt Sprachgesang erklingen, aber er konnte mich und auch das Dresdner Publikum nicht wirklich überzeugen.
Hip Hop ist einfach überhaupt nicht mein Feld, John klingt auf CD einfach besser und fällt nicht so heraus, wie live beim Konzert. Aber dem MC standen nur ein paar kurze Zeilen zu.

Eine Besonderheit durften wir beim Titel Collapse/Collide erleben– hier übernimmt für gewöhnlich Sängerin Maria Q den Gesangspart – da sie aber nicht mit auf Tour war, wurde sie über einen Beamer eingespielt. Man sah und hörte sie also singen und die Band spielte synchron über sie bzw. parallel zum Video. Der Effekt war erst einmal ungewohnt, aber dennoch beeindruckend wie das Zusammenspiel funktionierte.

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Der Sound und das Lichtkonzept waren super – passend zu Soundfragmenten und gewitterartigem Sound bewegten sich Strahler und Laser äußerst ryhtmisch im Raum und auf der Bühne umher –dies verbreitete eine unglaubliche Stimmung, die man überall im kleinen Schlachthof einfangen konnte. Willkommen im Archive Universum.

Archive spielten Song um Song und das Publikum dankte es ihnen mit tobendem Applaus. Wir hatten schon eine gute Stunde hinter uns als die Band unter großem Applaus erst einmal hinter der Bühne verschwand und dem gesamten Publikum wurde wohl bewusst, dass wir uns dem Ende näherten.

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Nach längerem betteln betraten sie erneut die Bühne und das Publikum bekamen noch gute 45 Minuten der Herren aus London samt Ihrer gewaltigen Show geboten. So war auch an der Zeit alte Stücke zu spielen: Sane und Weitere gaben die Herren zum Besten. Ein wahres Soundgewitter brach noch einmal auf uns herab, was es zu genießen galt.

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Fast vorbei vorbei war es, da ließ es sich Sänger Dave Pen nicht nehmen sich mit einigen letzte Worte an das Publikum zu wenden: Mit dem Dresdner Konzert, spielten Archive das zweite Deutschlandkonzert dieser Tour und dieser Abend war der Bessere. Yes! Die Tour ist natürlich noch nicht vorbei, heute waren sind sie in München.
Aber das Konzert in Dresden kann nur das beste Konzert gewesen sein!

Noch ein zwei letzte Songs und dann war es nach ca. zwei Stunden wirklich vorbei. Archive hinterließen ein zufriedenes Publikum mir inbegriffen: ich war glücklich!
In Zeiten der vielkonsumierten elektronischen Musik war es wieder einmal wunderbar handgemachte Musik zu erleben.
Es war ein bezaubernder Abend und wir fuhren zufrieden nach Hause. Wenn ich heute an diesen Abend zurückdenke, zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht!
Danke!

Falls ihr mehr über Archive und ihre Tour erfahren wollt: klickt hier!

Bilder: Cordelia Grebler

–KarlaQ–