

at a (or one) stroke: by a single action having immediate effect
Die STROKE.ARTFAIR ist die weltweit erste und einzige Messe, die sich ausschliesslich den künstlerischen Entwicklungen aus dem Bereich der URBAN ART widmet. Von Anfang an wurde der Event als Wanderausstellung geplant. Dabei gibt es jährlich im Mai einen großen Auftaktevent in München. Im Herbst folgt dann ein zweiter Event in jeweils einer anderen Stadt. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Berlin und wir waren exklusiv für playboi dabei.
Im Großen und Ganzen fühlte sich die Veranstaltung mehr wie ein Festival an. Die Eingangshalle war gespickt mit einer Mischung aus diversen Verpflegungsbüdchen für den kleinen und großen Hunger, Menschen, die ihre selbstgemachten Gegenstände verkaufen und Sitzgelegenheiten fürs gesellige Miteinander. Man fühlte sich an Jahrmärkte erinnert.
Abgesehn davon gab es zwei Hallen, in denen kleine Modelabels ihre mal mehr, mal weniger abgefahrenen Klamotten verkauft haben. Gleich nebenan gabs für Lau dann die STROKE03 AVANTGARDE.DIGITAL Sonderausstellung. Die Kunstwerke konnten hier in digitaler Form auf mehreren Flatscreens bestaunt werden. Teilweise gabs auch Beschallung per Kopfhörer bei Animationen und Ähnlichem. Mit dieser Sonderausstellung wird nun endlich auch der digitalen Kunst Tribut gezollt – das gefällt! Die komplette zweite Etage war dann für die eigentliche Ausstellung reserviert. Da dies nicht der Hauptevent des Jahres war, gab es eine kleinere, dadurch jedoch besser ausgewählt Zusammenstellung verschiedener Künstler und deren Arbeiten.
Grundsätzlich ist das Konzept der STROKE darin begründet der jungen URBAN ART ein Forum zu bieten und diese Kunstströmung zu etablieren. Artists wie Banksy haben längst einen Rockstar – ähnlichen Status und werden mehr als ausreichend für ihre Arbeiten entlohnt. Um anderen Künstlern auch die Möglichkeit zu geben ihren Erfolg zu steigern wird durch die STROKE direkt über die Galerien über Kunst verhandelt und verkauft. Dadurch kann der eine oder andere Künstler von mehr als Luft und Liebe leben.
Uns hat die Mischung sehr gefallen, es war auch nicht zu voll und die Atmosphäre hat gestimmt. Für jeden gabs was zu sehen, zu entdecken und zu hinterfragen. Wir waren auch vor zwei Jahren auf der STROKE01 in München. Dieser Event war sicher fünf mal größer und der visuelle Overkill setzte recht zeitnah ein. In Berlin war das nun nicht mehr so, da es nicht so viel zu sehen gab wie beim Hauptevent in München. Dennoch – wir sind inspiriert und beeindruckt zurück gekommen und freuen uns auf die nächsten Ausstellungen. Aber seht selbst und macht euch ein eigenes Bild…
–Seb–