Das war la pampa 2010

Am Wochenende fand die nunmehr dritte Ausgabe des la pampa Festivals in der Nähe von Görlitz statt. Rund 2500 Festivalgäste tummelten sich von Freitag bis Sonntag um und im Freibad Hagenwerder. Bands wie Tocotronic, Get Well Soon, Hundreds, Kat Frankie, Who Made Who, Zebu!, Bratze u.v.m. zogen ein buntes Publikum an den östlichsten Punkt Deutschlands – mitten im Nichts zwischen Tschechien und Polen.
Für uns fing es schon entspannt an. Wir ließen uns mit Bus und Zelt auf dem Caravan Campingplatz in einem schönen Eckchen nieder, öffneten ein Bier und kamen erst einmal an. Als wir uns ein wenig später dem Festivalgelände näherten erwartete uns ein Abend mit Auftritten von Jack The Knife an der Seebühne, Tocotronic auf der Hauptbühne, Local Suicide wieder am See und Who Made Who, die positiv auf der Hauptbühne überraschten. Danach ging es noch einmal zurück zur Seebühne zu Mashpit. Wir sehnten uns nach guten Beats zum tanzen, aber dieser Wunsch blieb erst einmal unerfüllt. Wir liefen von Seebühne zur Zeltbühne und irgendwann verschwanden wir und legten uns dennoch zufrieden in unsere Zelte und Busse.
Der nächste Tag begrüßte alle Festivalbesucher mit schönstem Sonnenschein und gefühlten 40°C. Die meisten hielt es nicht länger als 8-9 Uhr im Schlaf, die Hitze war einfach zu drückend. Nach und nach versammelte man sich am See nahe der Seebühne wo sich Hands Up Excitement DJs, Petula und Indigo Tree die Klinke in die Hand gaben. Für alle begann der Tag ruhig, entspannt, sonnig, oder im Schatten und natürlich mit Abstechern im See. Schön, einfach mal nix tun!
Irgendwann trieb uns der Hunger an die Hauptbühne wo es nun extrem heiß war. Zum Glück war im vorderen Bereich einen Sprenkler zur Abkühlung aufgestellt. Wer sich nicht darunter mit dem kühlen Nass erfrischte suchte Schatten im Zelt, ermattet saßen dort alle vor der Bühne. Wir aßen während auf der Bühne Katze ihr Bestes gaben. Dies wirkte auf mich und wohl auch viel Andere keinesfalls mitreißend. Ich konnte mich für Katze aber noch nie sehr begeistern.
Als wir etwas später, nach einem Päuschen am Bus, zum Festivalgelände zurückkehrten machten wir uns erst einmal wieder auf zur Seebühne. Hier gaben gerade Moshpitters ihr Bestes und wir tanzten ein wenig in die heran nahende Nacht hinein. Zu gegebener Zeit machten wir uns dann auf zur Zeltbühne, hier sollten, die von mir mit Freude erwarteten, Hundreds bald beginnen. Ich genoss die Darbietung des Duos in vollen Zügen. Aber auch nicht alle mögen Hundreds, hier scheiden sich wohl die Geister – Geschmacksache. Nach dieser wunderbaren Stunde begab sich das allgemeine Publikum zur Hauptbühne, ich hinterher. Hier betraten soeben Get Well Soon die Bühne. An dessen Front Deutschlands Wunderkind Konstantin Gropper steht. Ihn akzeptieren sogar die Briten als deutschen Indie Star. Nicht ganz mein Geschmack, aber reingehört habe ich dann doch mal, aber nicht lang. Es zog mich dann wieder für eine kurze Weile zurück zur Seebühne. Dort ein wenig getanzt ging es schon wieder zurück zu Bratze in die Zeltbühn zu derbem Tanz über. Nach Bratze folgten dann als letzter Act auf der Hauptbühne Alcoholic Faith Mission. Diese kannte ich vorher nicht, sie überraschten dennoch. Sie hatten etwas bezauberndes und ich verweilte für deren gesamten Auftritt. Dann war Schluss auf der Hauptbühne und die Tanzhungrige Meute tingelte zum See. Hier erhaschte man noch ein paar Takte von c.a.r.s. doch dann begannen Zebu! aufzubauen und zu spielen. Nein, das war nicht unseres, so zogen wir weiter zur Zeltbühne, hier gab es Fuckig Pop. Ganz nett, aber alles nicht befriedigend. Schade.
Insgesamt gab es auch in diesem Jahr wieder einige musikalische Lichtblicke, aber vorallem in den frühen Morgenstunden fehlte es an guten DJs, die einem zum tanzen animierten und ein Partyfeeling verbreiten konnten. Freitag wie Samstag Nacht blieb mein Tanzhunger ungesättigt. Da geht noch was!
Wir lieben das la pampa für die schöne Stimmung vor Ort, das mit feinsten Lichtinstallationen gestaltete Gelände des Nachts, den See und die Leute. Aber am Line Up lässt sich noch arbeiten. Und das müssen keine großen Stars für viel Geld sein!
Was das la pampa für Viele und auch uns ausmacht ist nicht nur die Musik, sondern es ist die Atmosphäre, die auf einem Festival kaum entspannter sein könnte. Auch bei der großen Hitze des vergangenen Wochenendes ließ es sich gut aushalten. Vorallem im Schatten am See kam man entspannt über den Tag.
Am Sonntag spielten noch die bezaubernde Kat Frankie, die sicher ihr Publikum, wie im letzten Jahr, musikalisch verführte. Uns hatte die Hitze geschwächt und wir hatten gemeinschaftlich beschlossen nach einem letzen Besuch am See die Segel zu streichen.
Schön wars in der Pampa!
Das Wetter war, nachdem es im letzten Jahr vorallem nachts sehr verregnet war, super. Es ist und bleibt verdammt charmant auf dem la pampa. Mir gefallen die kleinen Ideen, wie Kino – wo natürlich auch das Deutschlandspiel geschaut wurde, die Lichtinstallationen, das Volleyballtunier, das Gelände und die Leute.
Wir kommen wieder und bringen viele Friends, ist doch klar.
–KarlaQ–

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sehr schöne fotos – congratualtions!