FESTIVAL Programmheft Check: Rocken am Brocken

Rocken am Brocken Festivalguide

Am Fuße des Brockens, inmitten des Oberharzes, umgeben von saftigen Wiesen und grünen Wäldern, liegt die Gemeinde Elend. Die friedliche Idylle fand vom 31. Juli bis zum 1. August für ein Wochenende ihr abruptes Ende, denn das Rocken am Brocken 2009 stand vor der Tür.

Rocken am BrockenRocken am BrockenRocken am BrockenRocken am Brocken

Katja: Klein, aber fein kann man beim Rocken am Brocken Guide leider nicht wirklich sagen.
Fangen wir an beim Cover welches einfach vom originalen Festivalguide abgeleitet, nein übernommen wurde. Es wurde einfach der Name „Rocken am Brocken“ und eine Peace-Blume hinzugefügt – nicht sehr einfallsreich.
Der Rest des Heftchens ist ein Mix aus Woodstock und Flower Power Festivals Optik. Was der Werbefläche zum Woodstock Film auf der gesamte Rückseite des Leporolle gefalzten Heftes geschuldet ist. Etwas nervig und zu viel Werbung für ein solches Mini Heft.
Es ist ein A7 Heft, perfekt für die Hosentasche, aber ohne Style.

Auf der Innenseite des aufgeschlagenen Heftes befindet sich viel Text mit winzigen Bildern zu den einzelnen Acts und der Zeitplan steht auf der ersten Klappseite.
Leider fehlten wohl etwas an eigenen Ideen, die das Heft wirken lassen hätten. Ich kann nicht viel sagen zum Rocken am Brocken Heftchen, es ist alles da, die Infos, der Zeitplan, auch ein Minibild zu den Acts, aber richtig Freude kommt beim Durchblättern nicht auf.
Sorry Jungs und Mädels, das könnt ihr doch besser, oder?

Wertung:
Wertung Rocken am Brocken

Phil: Ein junges, aber sehr rapide wachsendes Festival, wir berichteten. So durften in diesem Jahr allein neben Größen wie Tiger Lou auch Portugal. The Man oder Friska Viljor begutachtet werden. Und das in einem Ort, der sich Elend schimpft. Sensationell, wie es Stefan Raab ausdrücken würde. Aber abgesehen von der Festivalstimmung möchte ich auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden. So toll das Festival auch im Kommen ist und so arrangiert die Macher sind, große Interpreten in dieses Kaff zu locken, so gibt es in Sachen Programmheft noch kräftig Nachholbedarf. Einem A7 großen 12-Seiten-Falzer mit 50% Werbung vollzukleistern, halte ich für sehr gewagt. Zumal es sich noch um sehr unattraktive, nein, um häßliche Reklame handelt. So wurden tatsächlich 6 Seiten der zur Verfügung stehenden Flächen mit Anzeigen vom Musikfilm “Taking Woodstock” verziert. Aber warum? Ist dieser so schlecht, dass er nur mit solchen Maßnahmen einen Stellenwert einnimmt?
Das Titelblatt ist obendrein eine modifizierte Abwendung des jährlich erscheinenden Intro-Festivalguides. Kein Wiedererkennungswert und völlig inspirationslos. Zudem finden sich neben Zeltplatzregeln, Besucherinformationen sowie zweiseitigem Timetable, der bei der geringen Seitenanzahl nicht schwer zu finden ist, lediglich nur vier Interpreten von insgesamt 31 wider, die mit briefmarkengroßen Bildchen beschrieben wurden. Lust auf mehr kommt nicht auf.

Ein Festivalheft so zu verkaufen wirkt nicht nur unsexy, es ist zumal auch die reinste Papierfolter. Und wie Katja meinte, das könnt ihr doch besser!?

Wertung:
Wertung

Zum FESTIVAL Programmheft Check #1: Nachtdigital

Zum FESTIVAL Programmheft Check #2: Reeper Bahn Festival

Zum FESTIVAL Programmheft Check #3: Jenseits von Millionen

Einen Blick zum Nachbar: musicheroes