playboi fragt … Stefanie Ramb von Krambeutel

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1. Bitte stell dich kurz vor, wer bist du und was machst du?

Ich bin 28, überzeugte Münchnerin, aber auch sehr begeistert von den skandinavischen Ländern. Nach dem Abitur habe ich eine Schneiderlehre gemacht und danach Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und skandinavische Sprachen mit einem kleinen Semester-Ausflug nach Stockholm studiert. Ich habe ein paar Sachen im Theaterzusammenhang ausprobiert, Filme mit Kostümen ausgestattet und bin dann beim Hörspiel gelandet. Jetzt arbeite ich als Regieassistentin in der Redaktion Hörspiel & Medienkunst des Bayerischen Rundfunks und betreibe nebenbei mein kleines Taschenlabel krambeutel, das jetzt 6. Geburtstag feiert.

playboi fragt … Stefanie Ramb

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2. Welches sind deine aktuellen Projekte mit denen du viel Zeit verbringst?

Die meiste Zeit verbringe ich im Hörspielstudio mit meistens literarischen Texten, die ich zusammen mit einem immer sehr tollen Team als Hörspiel verwirkliche. Ich stelle zum Beispiel Geräusche her, organisiere alles, was es zu organisieren gibt, wühle im Archiv und passe auf, dass alle Wörter richtig ausgesprochen werden. Wenn ich nicht im Studio sitze, dann aber so gut wie meine ganze freie Zeit an der Nähmaschine, vor allem früh morgens, abends und nachts. Dort produziere ich meine Beutel und auch andere Auftrags-Näh-Arbeiten. Das Weihnachtsgeschäft ist gerade angerollt und ich bin viel damit beschäftigt, die Läden, die meine Beutel als Kommissionsware verkaufen, mit frischer Ware auszustatten. Außerdem kommen jetzt in der Vorweihnachtszeit vermehrt e-mail-Bestellungen, die ich möglichst gleich abzuarbeiten versuche. Dabei höre ich Radio und vor allem: Hörspiele.

playboi fragt … Stefanie Ramb

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3. In welchen Bereichen hast du schon gearbeitet, welche Jobs hast du bereits hinter dir?

Angefangen hat mein Arbeitsleben als Ferienarbeiter am Band in Tag-und Nachtschicht. Danach wurden die Arbeitszeiten nicht viel besser: Als Garderobiere an einem kleinen Stadttheater habe ich den Schauspielern hinter der Bühne in ihre Mäntel geholfen und Hosen auf Bügel gehängt. Zur Abiturzeit habe ich mitgeholfen, einen historischen Umzug mit Kostümen auszustatten und während der Schneiderausbildung angefangen, Kostümbild und -assistenzen für Kurzfilme zu machen. Während des Studiums wurden die Filme länger, ich habe mir Theater auch ausserhalb der Garderoben angeschaut, die Vorstellungstechnik gefahren, in der Theaterpädagogik gearbeitet und beim Stockholmer Filmfest volontiert. Dann kam das Hörspiel, parallel der Studienabschluss. Und krambeutel immer so nebenbei, in der Freizeit, als mein “workout” (das aber leider eher Rückenschmerzen verursacht als ihnen entgegenzuwirken).

4. Wo befindet sich dein aktueller Arbeitsplatz und wie sieht dieser aus?

Der eine Arbeitsplatz ist ein relativ kleiner, klimatisierter, fensterloser Raum in einem Gebäude des Bayerischen Rundfunks. Der andere ist mein Schlafzimmer, in dem meine Nähmaschine steht.

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5. Was bedeutet dir Design im Alltag?

Ich finde es durchaus sehr wichtig, wie eine Milchpackung aussieht, ob man in einem Laden schöne Einkaufstüten bekommt, und wie Menschen sich ihre Umgebung gestalten. Was mir nicht wichtig ist, sind Markennamen, sowohl bei Kleidung als auch bei anderen Alltagsprodukten. Ich mag es, wenn “normale” Sachen herausstechen, weil sie einfach angenehm aussehen, und ich mag es auch, wenn Dinge nicht auffallen, was hässliche leider meistens tun. Was ich schrecklich finde, ist, wenn Sachen nicht mehr finanzierbar sind, nur weil sie “Design” sind.

6. Liest du Blogs. Wenn ja, welche Inhalte interessieren dich am Meisten?

Ich lese nicht wirklich sehr viel in Blogs. Die Mädchenmannschaft mag ich gerne, ein Blog, das sich sehr kritisch mit feministischen Themen auseinandersetzt und tolle Autoren und Autorinnen hat. Ansonsten schaue ich hauptsächlich auf private Blogs, wie das einer Freundin, die gerade eine Weltreise macht, oder das einer anderen Freundin, die richtig schön schnippisch über ihren Alltag schreibt. Nähen und im Internet surfen geht so schlecht gleichzeitig.

7. Welches Blog hast du zuletzt besucht und welches ist dein Liebstes?

Zuletzt war ich auf Imkes Weltreise-Blog und habe geschaut, ob es neue Reisestationen und neue Texte dazu gibt.

8. Wer sollte deiner Meinung nach unsere Fragen als Nächstes beantworten?

Die Damen der Mädchenmannschaft.

Vielen lieben Dank für deine Teilnahme, Stefanie!