Samstag der 4.11, Die Killers beehrten Berlin und wir beehrten die Killers

Die Jungs um Brandon Flowers, jetzt mit stylischem Oberlippenbart und neuem Album im Gepäck, waren der Grund für kleinen aber feinen Wochenendtrip in die Hauptstadt. Nachmittags wurde noch bei Regen und Sturm über den Kudamm flaniert, abends standen wir dann voller Euphorie vor Huxleys neuer Welt und reihten uns unter die auffällig vielen englisch sprechenden Mitmenschen in die Schlange ein. Endlich drin, lud das Treiben der Vorband eher zum Besuch der Bar, denn zum Zuhören ein, was ja letztendlich auch nicht schlecht ist.
Kurz nach 10 ging es dann endlich los, und zwar so, als wenn der Tontechniker die neue CD eingelegt hätte. “Sam’s Town”, danach “When we were young” und so weiter. Auch der Sound hatte Tonstudioqualität, so gut spielten die Jungs, was aber dem Ganzen ein wenig an Authentizität fehlen ließ. Ein bisschen mehr Gitarre und weniger Synthesizer im Vordergrund hätten der ganzen Sache sicher auch gut getan. Naja, Nach der ersten Begeisterung war dann doch Zeit für ein neues Bier, und irgendwie wollte auch danach keine richtige Stimmung aufkommen. Zu perfekt durchinszeniert war die ganze Show. Brandon ließ sich feiern, und das Publikum klatschte fleißig bei jedem Song in die Hände. Rock’n’Roll sieht anders aus…
Jedenfalls wurde eifrig Hit für Hit gespielt, bis letztlich als Zugabe mein Favourit “All these things I’ve done” kam. Das war dann ein noch recht versöhnlicher Abschluss und doch muss man sagen, dass The Killers mir aus der Konserve fast besser gefallen als live. Mag es an der viel zu neuen, frisch renovierten Location gelegen haben oder doch einfach nur daran, dass die Jungs letztendlich perfekten Stadionrock machen, zu dem man zwar gerne im Club tanzt, aber dennoch nicht unbedingt live hören muss.
–Ralph Bochynek–

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Super Schl …
Vielen vielen Dank für diesen Gastbeitrag. Gute Arbeit. Katja