

La Pampa, das kleine, aber feine Liebhaber-Festival aus der Pampa, hat es in diesem Jahr ins großstädtische Exil getrieben. Wisst ihr ja schon, habt ihr vor paar Tagen ja schon gelesen. Austragungsort war der Sektor Evolution – hier feiern die Guten. Und deshalb ging es dann am frühen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein, wie wir ihn in diesem Sommer noch nie erlebt haben, ganz entspannt zur Sache. Chillen ohne Grillen und sonstige Natur, dafür mit Mikro-Sandstrand und leider ohne See. Den hätte sich Denis Jones sicher gewünscht. Auf der Bühne, clevererweise nach Südwesten ausgerichtet, briet der arme Mann gar fürchterlich in der Sonne, was seiner Spiel-, Sanges- und Loop-Freude allerdings keinen Abbruch tat. Schöne Sache das. So ging es munter weiter, vor einem noch etwas müden Publikum, das erst bei Francis International Airport und nicht ohne Ermahnung der vorhergehenden Band auf die Beine kam. Spätestens bei Ja, Panik! herrschte dann unstrittig Festivalstimmung, die sich ungetrübt durch den Location-Wechsel von draußen nach drinnen und zu Ghost of Tom Joad verlagerte. Ein besonderer Gruß an diese Band, die sich verbal mehrfach an die „Blogger in der letzten Reihe“ wandte. Wir standen in diesem Moment in der ersten bis dritten!
Ach ja, an diese Stelle ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Falls es noch mal zu einem Exil-Pampa kommen sollte, könnt ihr getrost drinnen und draußen im Wechsel spielen lassen – die ewigen Umbau- und Soundcheck-Pausen sind ohne See und Wiese etwas anstrengend.
Wie auch immer, nach dem etwas öden Tante Renate kam es dann zu HGich.T und niemand hatte uns gewarnt. Auch den Rest des Publikums offenbar nicht. Während das Playboi-Ersatzkollektiv noch überlegte, ob dies nun Anti-Kunst sei, die der Spaßgesellschaft den Zerrspiegel vor die unreflektierte Visage hielt oder ob jetzt und hier unmittelbar physische Gewalt gegen den „Sänger“ anzuwenden sei, fragte eine entgeisterte Zuschauerin, was wohl viele dachten: „Bist du irre?!“
An dieser Stelle war mit der Aussicht auf weitere Umbaupausen und Jacob Korn beim Playboi-Ersatzkollektiv leider bisschen die Luft raus. Die auch der Outdoor-Dancefloor nicht so richtig wieder rein lassen konnte. So mussten T.Raumschmiere und Local Suicide ohne uns auskommen, was wir zutiefst bedauern. Holen wir nach, beim nächsten Mal!
André | playboi Gastautor